Vision2028 – Bauingenieurinnen sichtbar machen – NATALIA BIENKOWSKI

Die erste deutsche Bauingenieurin Martha Schneider-Bürger begann ihre Tätigkeit im Jahr 1928. Im Jahr 2028 kann das 100-jährige Jubiläum von Bauingenieurinnen in Deutschland gefeiert werden. Doch welche Beiträge haben Frauen in der Zwischenzeit in diesem Fachgebiet beigetragen und was ist die Vision für Bauingenieurinnen für das Jahr 2028? Mit diesen und weiteren Fragen beschäftigt sich das vom BMBF geförderte Projekt Vision2028 (FKZ 01FP21011), welches im Vortrag vorgestellt wird.

Obwohl der Frauenanteil unter den Studienanfängern, in Bauunternehmen und in der Verwaltung etwa 30 % oder mehr beträgt, gilt das Fachgebiet Bauingenieurwesen gesellschaftlich als reine Männerdomäne. Viele Frauen tragen zur Forschung und Entwicklung im Bauingenieurwesen bei, jedoch ist deren Beitrag (vor allem für junge Personen und Personen außerhalb des Fachbereiches) schwer wahrnehmbar. In diesem Fachbereich fehlen somit weibliche Rollenvorbilder. Auf Anhieb sind als fachliche Vorbilder bzw. historische Wegbereiter im Bauingenieurwesen keine Frauen bekannt. Daher ist es von Interesse im Forschungsprojekt modellhaft die Beiträge von Frauen in den verschiedenen Fachdisziplinen des Bauingenieurwesens, beginnend mit dem Jahr 1928 bis zur Gegenwart, in Deutschland herauszuarbeiten und sichtbar zu machen. Ziel ist es die „Vision2028“ für zukünftige Bauingenieurinnen aktiv zu beeinflussen und mitzugestalten.

Über die Referentin:

Dipl.-Ing. Natalia Bienkowski, LL.B.

Seit 09/2016 Wissenschaftliche Mitarbeiterin TU Dresden
Studium Rechtswissenschaften Technische Universität Dresden, Bachelorabschluss
Studium Bauingenieurwesen Technische Universität Dresden, Diplomabschluss

Annabel Merkel

Annabel Merkl