Klimawandel, Hitze und Gesundheit in den Städten der Zukunft

Hitze und steigende Umgebungstemperaturen im Zuge des Klimawandels stellen eine ernsthafte Bedrohung für die menschliche Gesundheit in Städten dar.
In ihrem Vortrag erläutert Linda Krummenauer zunächst die kritischen Aspekte des Nexus „Hitze-Stadt-Gesundheit“ im Bezug auf den Klimawandel. Dabei stehen vor allem städtebauliche Faktoren im Vordergrund und wie Hitze auf die menschliche Gesundheit wirkt. Anschließend geht es um die Frage, wie menschliche Hitzeanpassung in Städten erfasst werden kann. Der Vortrag zeigt, wie sich diese Frage auch auf die Zukunft und auf Städte weltweit übertragen lässt. Frau Krummenauer präsentiert einen Überblick über das Zusammenspiel von Gesundheitsrisiken durch steigende Hitzelast in Städten und dem Zugewinn an Hitzeanpassung durch steigenden Wohlstand für 15 verschiedene Zukunftsszenarien, die jeweils eine spezifische Kombination aus Klimatrajektorien und sozio-ökonomischer Entwicklung repräsentieren. Daraus lässt sich ableiten, welche zukünftigen Rahmenbedingungen für die menschliche Gesundheit vorteilhaft sind und welche der Menschheit eher schaden werden. Ein Fallbeispiel aus dem Nahen Osten, einer bereits heute sehr heißen Region, rundet den Vortrag ab. Eine Diskussionsrunde soll Gelegenheit bieten, gemeinsam und fachübergreifend mögliche Lösungsansätze und Verbesserungen für die menschliche Gesundheit in Städten in der Zukunft zu identifizieren und zu bewerten.

Über die Referentin:

Linda Krummenauer ist Diplom-Geographin und hat am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung eine Dissertation über die menschliche Hitzeanpassung und Hitzeexposition urbaner Bevölkerungen und deren Entwicklung bis 2100 verfasst.  Sie ist als Expertin zum Thema Klimawandel und Gesundheit in Städten gefragt. Sie spricht auf internationalen Fachkonferenzen, bereitet wissenschaftliche Inhalte für die Öffentlichkeit auf und beteiligt sich an der Lehre an der Charité Berlin. Frau Krummenauer ist Mitglied in der Deutschen Allianz Klimawandel und Gesundheit e.V. (KLUG) sowie der German Alliance for Global Health Research (GLOHRA).

Linda Krummenauer

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